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Thema: Galvanischer Ausgleichskreislauf

  1. #1

    Standard Galvanischer Ausgleichskreislauf

    hallo, ich hab ein bauhüttenschiff als wohnschiff umgebaut und hab ein starkstromanschluss von land, benötige den drehstrom für meine fäkalienpumpe und Durchlauferhitzer.
    Jetzt hat mir jemand angst gemacht mit diesem galvanischen ausgleichkreislauf das dadurch der stahlkörper schneller rostet, weil mein pott mit stahlseile von zwei winden an einem alten slipsteg aus stahl befestigt ist,
    das problem ist ja bekannt, trenntrafo ist zu teuer geht noch eine galvanischer isolator hat mein elektriker gesagt aber vorher erklärt ich sollte mal mit einer batterie schaun ob überhaupt spannung auf dem körper anliegt also über die null leitung , da liegt nix an was messbar war.
    jetzt sagte mir einer das die winden mit einem anderen tau, festmacher bestückt werden was dann logischer weise nicht stahl ist und da durch nicht leitfähig , jetzt meine fragen ist das wirklich so? ich hab meine stahlseile dann schnell mit plastik kabelschlauch ummantelt das es keine brücke gibt , reicht das aus?
    und gibt es wirklich taue die nicht leiten? auch wenn sie nass sind? und kosten diese auch sehr viel? mir wurden 18mm 15 meter länge für 275€ angeboten mit einem festmacher , er sagte mir damit werden in der binnschifffahrt alle pötte zusammen gebunden .
    bin da bissel überfragt. finde 18 mm sehr dünn, mein schiff ist 25m x 5m und hat 70 tonnen
    dann noch ne frage ist so ein isolator ratsam , koste ja nicht die welt hab gesehen 130€ rum bei 30 A?

    danke für eure Antworten im voraus
    Frank

  2. #2
    Avatar von Pegasus
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    Standard Galvanischer Ausgleichskreislauf

    Hallo, Hausboot-apollo,
    Dein Problem kann ich nicht selbst beantworten, aber ....
    das Internet bietet ein wenig Hilfe an.
    Schau' mal auf diesen Link: http://www.wvm-online.de/info-zum-landanschluss.html
    Das Problem wird allerdings selbst im Internet doch "recht übersichtlich" behandelt.
    Viel Erfolg und Spaß
    Gruß PEgasus

  3. #3

    Standard

    hallo Frank,

    Dein Problem sind nicht die Stahldrähte, sondern der PE(Erde)-Leiter an sich. Von der Fa. Victron gibt es dazu sehr gute Infos auf deren Homepage.
    Wenn Du sicher sein willst Korrosionseffekte auszuschließen kommst Du ohne einen richtigen Trenntrafo nicht aus. Die sog. Zinc-Safer sind günstig aber störanfälliger.
    Eine Möglichkeit ware auch, keinen PE-Leiter zu verwenden, das mußt Du aber mit Deinem Elektriker klären.

    Ansosnten brauchst Du jetzt nicht in Panik auszubrechen, nur weil jeman etwas vermeintlich schlaues von sich gegeben hat. Dein Bauhüttenschiff ist jetzt mind 30 Jahre im Wasser gewesen, Du hast keinen eigenen Antrieb mit verscheiden Metallen, die vor allem die Korrosion begünstigen, mit einem ordentlichen Unterwasseranstrich passiert nichts.

    Grüße
    Detlef

  4. #4
    Avatar von admiral gysel
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    Auf keinen Fall auf die Erdleitung verzichten. Der Trenntrafo ist die beste Möglichkeit, die Dir bleibt, bei den Zinksafern wird zwar (nur) die Erdleitung galvanisch entkoppelt, aber wenn der defekt ist, hast Du keine Erdleitung mehr und weisst nichts davon. Es gibt inzwischen aber schon Geräte, die anzeigen wenn sie defekt sind (z.B. durch Blitzeinschlag).
    Das war auch ein großes Thema für unser Wohnschiff - wir haben uns für die Trenntrafo Variante entschieden. Allerdings hat ein Trenntrafo auch einen Eigenstromverbrauch von ca. 40 Watt. Etwas besser schneidet ein elektronischer Trenntrafo im Eigenverbrauch ab, den gibt es von Mastervolt.
    Habe über das Thema galvanische Korrosion viel gelesen und mich ausgiebig informiert und kann jetzt ruhiger schlafen. Eine Bodendoppelung ist weitaus teuer als eine Schutzvorrichtung.
    Gruß Frank

  5. #5

    Standard

    Danke Euch für jeden Hinweis , hab erstmal meine leitungen zum Steg mit plasitk ummantel da gibts also keine brücke, werde mir jetzt noch so ein galvanischen isolator zulegen , werd mal schaun ob ich so ein ding mit anzeige bekomme , trenntafo hab ich gelesen geht nur in der sekundären leitung ,also es darf kein verbraucher vorher dran sein , ist bei uns auf dem gelände leider nicht der fall.

  6. #6
    Avatar von admiral gysel
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    Auf dem Gelände spielen die Verbraucher keine Rolle. Es nützt leider auch nicht, die Leitungen mit Plastik zu ummanteln, weil der 'Angriff' auf das Metall über das Wasser kommt. Auf der Victron Seite im Netz gibt es eine interssante Dokumentation zum Thema, leider teilweise für den Laien zu technisch erklärt.
    Der Landstromanschluß, der ins Schiff kommt, geht (auf dem Schiff) zuerst in den Trafo/Isolator und danach zu den Verbrauchern (im Schiff) weiter.
    Gruß Frank
    Geändert von admiral gysel (12.10.2017 um 22:17 Uhr)

  7. #7

    Standard

    sorry mit leitungen meinte ich die stahlseile , die habe ich einfach mit kaberohr bestückt so das dort keine erdung übertragen wird,
    zum galvanischen isolator suche ich einen der eine kontrolleuchte hat das man sieht wenn er durch ist.

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